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Ungarndenkmal

Ungarndenkmal am Schlossberg

Ungarn Denkmal in Mattsee

Stephan der Heilige war der erste ungarische König. Als erster christlicher Herrscher des Landes förderte er das Christentum und bekam dafür 1001 vom Papst eine Königskrone, die heutige Stephanskrone. 1083 wurde er heiliggesprochen. Sieben Jahre später fand man bei der Öffnung des Grabes seine rechte Hand in unversehrtem Zustand, die seither als „Heilige Rechte“ beim ungarischen Volk größte Verehrung genießt. Die gleiche mystische Verehrung wird der „Heiligen Krone Ungarns“ zuteil.

Da gegen Ende es Zweiten Weltkrieges beim Herannahen der sowjetischen Armee für diese Nationalheiligtümer die Gefahr bestand, in kommunistische Hände zu fallen, flüchtete die damalige ungarische Regierung unter Ministerpräsident Szalasi mit dem gesamten Kronschatz nach Mattsee. Die Krone wurde mit Reichsapfel und Szepter vom Kommandanten der Kronwache, Oberst Pajtas, unter strengster Geheimhaltung auf der Unsersee-Anhöhe vergraben (27.04. bis 24.07.1945), die Handrelique und den Königsmantel übergab er Pfarrer Anton Strasser zur Aufbewahrung im Pfarrhof. Einige Kisten mit königlichem Tafelbesteck kamen in die „Bindhütte“ nahe dem Vital-Hotel Seewirt.

Nach Kriegsende wurde die Handrelique noch im selben Jahr über Erzbischof Andreas Rohracher nach Ungarn zurückgebracht. Der übrige Kronschatz kam in die USA und nach der Verwahrung in Fort Knox erst am 06. Jänner 1978 nach Ungarn zurück.

Am 15. September 1983, 900 Jahre nach der Heiligsprechung von König Stephan, wurde auf der Unersee-Anhöhe von Exilungarn ein Denkmal zur Erinnerung an den Aufenthalt der Stephanskrone das Band der nationalen Zusammengehörigkeit aller Ungarn darstellt.

Seit 2009 ist das Ungarndenkmal am Fuße des Schlossberges platziert.